Oberschwabenklinik
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Regionales Schmerzzentrum

Gemeinsam gegen den Schmerz

Wir sind als Regionales Schmerzzentrum der Deutschen Gesellschaft für Schmerztherapie sowie Regionales Schmerzzentrum des Landes Baden-Württemberg anerkannt. Wir behandeln Patienten mit schweren akuten und chronischen Schmerzen.

Viele Menschen leiden unter lang andauernden Schmerzen. Darunter kommt es häufig zu deutlichen Einschränkungen der Lebensqualität. Viele Menschen entwickeln auch Depressionen oder empfinden den Umgang mit den Mitmenschen als sehr belastend. Chronische Schmerzen werden deshalb heute als eine Krankheit gesehen, die sowohl Körper als auch Seele betrifft. Wir sprechen dann von einer Schmerzkrankheit.

Ihre Ursachen können ganz unterschiedlich sein wie z. B.:

  • Kopf- und Gesichtsschmerzen
  • Rückenschmerzen und sonstige Schmerzen des Bewegungsapparates
  • Fibromyalgie-Syndrom
  • Tumorschmerzen
  • Komplexe regionale Schmerzsyndrome (CRPS) wie z. B. Morbus Sudeck, sowie alle mit dem sympathischen Nervensystem verbundene Schmerzen
  • Schmerzen bei Erkrankung rheumatischen Erkrankungen
  • Schmerzen bei Durchblutungsstörungen
  • Schmerzen der inneren Organe
  • Nervenschmerzen, z. B. Trigeminusneuralgie, Phantomschmerzen, Neuralgie nach Gürtelrose (Herpes zoster)
  • Schmerzen nach Unfällen oder Operationen
  • Schmerzen bei seelischen Erkrankungen
  • Entzugsbehandlungen

Wir möchten Ihnen helfen, wieder ein aktives und selbstbestimmtes Leben zu führen.

 

Wer wir sind?

Das Schmerzzentrum am Krankenhaus Wangen hat eine langjährige Tradition. Seit über 25 Jahren werden am Krankenhaus Wangen Patienten mit chronischen Schmerzen behandelt. Seit 1995 sind wir als Regionales Schmerzzentrum der Deutschen Gesellschaft für Schmerztherapie anerkannt. Seit dem Jahre 2004 ist die Abteilung Teil des Regionalen Schmerzzentrums Ravensburg/Wangen in Kooperation mit der Abteilung für Anästhesie, Intensiv- und Notfallmedizin, Schmerztherapie des Krankenhauses St. Elisabeth, den SINOVA-Kliniken sowie dem Zentrum für Psychiatrie. Das Schmerzzentrum Wangen umfasst eine Schmerzambulanz, einen stationären Bereich mit 15 Betten sowie der Möglichkeit einer tagesklinischen Betreuung. Darüber hinaus werden schmerzkranke Patienten aller anderen Abteilungen des Krankenhauses mitbehandelt.

Diagnostik und Therapie werden in enger Zusammenarbeit mit Ärzten aller schmerzmedizinisch relevanter Fachgebiete, Psychologen, Psychotherapeuten und Physiotherapeuten durchgeführt. In wöchentlichen Teamsitzungen mit Physiotherapeuten, Psychotherapeuten, Neurologen, Sozialarbeitern, algesiologischen Fachassistentinnen sowie den Schwestern wird interdisziplinär ein Behandlungsplan entworfen.

 

Was bieten wir

Viele Ursachen können zu einer Schmerzkrankheit führen. Man spricht heute von einem bio-psycho-sozialen Problem des chronischen Schmerzes. Es ist deswegen wichtig, bei der Behandlung die individuellen Krankheitssymptome zu erkennen und den Körper, die Seele sowie die Folgen der Schmerzkrankheit zu behandeln.

Um aktiv gegen ihre Schmerzen vorgehen zu können, versuchen wir gemeinsam mit Ihnen ein Konzept einer speziell auf Sie abgestimmten Schmerzbehandlung zu erstellen. Wir bieten Ihnen, je nach Ursache und Ausprägung Ihrer Schmerzkrankheit, die gesamte moderne und wissenschaftlich gesicherte Schmerztherapie an. Im Mittelpunkt unserer Behandlung steht die interdisziplinäre Abklärung und multimodale Schmerztherapie.

 

Schmerztherapeutische Maßnahmen

  • Alle Formen der medikamentösen Schmerztherapie
  • Entzugsbehandlungen
  • Therapie mit Lokalanästhetika, alle Formen von Nervenblockaden wie Sympathikusblockaden, Plexusblockaden, periphere Nervenblockaden
  • Alle Formen der rückenmarksnahen Betäubungen wie kontinuierliche Periduralanästhesie, kontinuierliche Spinalanästhesie sowie Nerven ausschaltende Verfahren. 
  • Ein Großteil der gezielten Nervenblockaden wird unter computertomographischer Kontrolle durchgeführt.
  • Implantation von Ports und externe Schmerzpumpen sowie Implantation interner Schmerzpumpen
  • Transkutane elektrische Nervenstimulation
  • Naturheilverfahren wie Akupunktur, Neuraltherapie nach Hunecke
  • Maßnahmen der psychosomatischen Grundversorgung.
  • Ferner verhaltenstherapeutisch ausgerichtete psychologische und spezielle psychotherapeutische Maßnahmen.
  • Entspannungsverfahren und Hypnose
  • Physiotherapie/physikalische Therapie
  • Insbesondere Bewegungsbad, medizinische Trainingstherapie, spezielle Massageverfahren.

Bei allen chronischen Schmerzen führen wir eine interdisziplinäre Diagnostik in enger Kooperation mit den verschiedenen Fachdisziplinen sowie eine multimodale Schmerztherapie (Einsatz medikamentöser Verfahren, psychologischer Verfahren, Nervenblockaden, Aufbau und Stärkung der Muskulatur) durch.

 

Multimodale Schmerztherapie

Multimodale Behandlung bedeutet, dass gleichzeitig aus verschiedenen Fachdisziplinen Behandlungen eingesetzt werden. Im Mittelpunkt stehen dabei aktivierende Behandlungsformen. Wir bieten Ihnen dazu ein abgestuftes, individuelles Konzept an, das aus folgenden Bausteinen besteht:

  • Trainingstherapie
  • Physiotherapie
  • Entspannung
  • Medikamentöse Behandlung
  • Interventionelle Schmerztherapie
  • Patientenschulung 

Alle diese Behandlungsformen sollen dazu dienen, Sie wieder an einem selbstbestimmten Leben teilnehmen zu lassen.

Die Schmerztherapie kann ambulant oder stationär erfolgen und ist gezielt auf die Bedürfnisse unserer Patientinnen und Patienten abgestimmt.

 

Interventionelle Schmerztherapie

Bei bestimmten Schmerzerkrankungen, wie z. B. bei andauernden Schmerzen nach Bandscheibenoperationen, Folgestadien eines komplexen regionalen Schmerzsyndroms (Morbus Sudeck), Schmerzen bei Gefäßerkrankungen, Schmerzen bei Spastik der Muskeln, kommen interventionelle und nervenmodulierende Schmerztherapieverfahren zum Einsatz.

Diese Therapieformen setzen direkt am Ort der Schmerzentstehung an oder an dem Nerv, der die Schmerzsignale an das Gehirn weiterleitet. Eine Möglichkeit ist hier, Medikamente zur Schmerzbehandlung bzw. zur örtlichen Betäubung einzubringen, eine andere, mit schwachen elektrischen Impulsen zu arbeiten. Durch diese Behandlungen kann eine sichere und nachhaltig anhaltende Schmerzreduktion bei deutlicher Zunahme der Lebensqualität erreicht werden.

Zu unserem Spektrum gehören zum Beispiel:

  • Bildwandler- oder Ultraschallkontrollierte diagnostische und therapeutische Blockaden
  • Rückenmarkselektrostimulation (Spinal Cord Stimulation)
  • Blockaden unter computertomographischer Kontrolle
  • Behandlung mit Schmerzpumpen (extern oder implantiert)
 

Patienten mit Tumorerkrankungen

Patienten mit Tumorerkrankungen werden von uns im Rahmen der interdisziplinären Patientenversorgung in enger Zusammenarbeit mit den Onkologischen Zentren der Umgebung sowohl stationär als auch ambulant betreut.

Bei diesen Patienten behandeln wir alle Symptome wie z. B. Atemnot, Erbrechen, Übelkeit und andere Symptome, die die Patienten stark belasten. Ein wesentliches Ziel von uns ist dabei, alle diese Patienten so zu betreuen, dass die Schmerzen nur in geringem Umfang oder überhaupt nicht mehr vorhanden sind. Besonders bei Menschen mit Tumorerkrankungen kommen starke Medikamente sowie therapeutische Verfahren wie Schmerzkatheter und -pumpen zum Einsatz. Diese Patienten werden auch ambulant in enger Zusammenarbeit mit der Brückenpflege Clinic Home Interface sowie den niedergelassenen Ärzten weiterbetreut.

 

Kontakt

Kontakt

Telefon: 07522/96-1376
Fax: 07522/96-1511
E-Mail Anfrage

 

 

Chefarzt

Dr. med. Bernd Kossmann

Facharzt für Anästhesie, Spezielle Schmerztherapie, Palliativmedizin, Akupunktur, Spezielle anästhesiologische Intensivmedizin, Notfallmedizin, Sportmedizin