Die langjährige und große Erfahrung unserer Oberschwaben Klinik mit tumorkranken Menschen, die Anerkennung als onkologischer Schwerpunkt und insbesondere die intensive Beschäftigung mit brustkrebskranken Frauen sind für uns nicht nur Antrieb, sondern auch ethische Verpflichtung, uns entsprechend dem dringenden Wunsch von Frauen und Frauenorganisationen unserer Region als Brustzentrum zu etablieren.
Durch Einhaltung umfangreicher Forderungen geben Brustzentren den Patientinnen die Sicherheit, bestmöglich nach den neuesten Gesichtspunkten behandelt zu werden. Geschützt ist der Begriff Brustzentrum nur durch das Zertifizierungssiegel der Deutschen Krebsgesellschaft und der Deutschen Gesellschaft für Senologie. Die Abnahme erfolgt durch den TÜV oder andere anerkannte Institutionen.
Das Brustzentrum Oberschwaben verpflichtet sich, alle von den Fachgesellschaften entwickelten und erarbeiteten Leitlinien (S3-Leitlinien) in der täglichen Arbeit mit den Patientinnen umzusetzen.
Wie im Leitbild unserer Oberschwaben Klinik ausdrücklich festgeschrieben ist, prägt unser Denken ein christliches Menschenbild. Dabei und ganz besonders im Brustzentrum steht die Patientin im Zentrum unseres Handelns und unserer Behandlung.
Um sie herum und zu ihrem Nutzen arbeiten alle für ihre Behandlung ntowendigen Fachdisziplinen, ob in der Diagnostik oder in der Therapie, ob mehr somatisch ausgerichtet wie z.B. die operativen Fächer, die Pathologie und die Physiotherapie, ob mehr mit dem Blick auf das soziale Umfeld wie z.B. die Abteilung Sozialberatung oder die Rehabilitation oder mehr bezüglich der seelischen Situation der Patientin wie Seelsorge oder Psychoonkologie.
Durch die Teilnahme an Studien zur Optimierung bisheriger Behandlungskonzepte beteiligt sich das Brustzentrum in enger Kooperation mit dem Brustzentrum der Universitätsfrauenklinik UFK Ulm auch an der Forschung im Bereich Brustkrebs.
Die Frauenklinik als Leitung des Brustzentrums sieht eine vornehme Aufgabe in der interdisziplinären Koordinierung und in der verständlichen Übermittlung aller Maßnahmen in ausführlichen persönlichen Gesprächen an die Patientin und, wenn gewünscht, deren Angehörige.
Wohlwissend, dass dies nicht isoliert geschehen kann, sehen es die Führungskräfte im ärztlichen wie im pflegerischen Bereich als ihre Pflicht, hier vorbildlich tätig zu sein in Menschlichkeit, sachlicher Qualifikation und in kooperativer Führung gegenüber den nachgeordneten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. In regelmäßigen Konferenzen, bei Übergaben, Visiten, und einer engen routinemäßigen Zusammenarbeit wollen wir effektive Informationswege und handlungsorientierte Kommunikationsformen wählen. Die Berücksichtigung von Bedürfnissen und Wünschen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter prägen unseren Führungs- und Umgangsstil.
Entsprechend der Vorgabe für ein Brustzentrum werden die Besprechungen und der Informationsaustausch auch horizontal zwischen den verschiedenen Fachdiziplinen abgehalten.
Die gemeinsame Erstellung des Leitbildes durch die am Brustzentrum beteiligten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und unsere Kommunikationskultur werden zu einer Identifikation des gesamten Klinik-Personals führen.
Nicht nur um auf Dauer alle Anforderungen zu erfüllen, sondern zur Optimierung von Gesundheit, Rezidivfreiheit, richtiger Behandlung bei Progression und vor allem der Lebensqualität der Patientinnen werden wir mit der Abteilung für Qualitätsmanagement nach einem weltweit anerkannten System die Ergebnissicherung festschreiben.
Die hohen Ziele, die mit der Bezeichnung Brustzentrum verbunden sind, erlauben es uns, einzelnen ratsuchenden Patientinnen, aber auch anderen Institutionen als Zweitmeinungs- und Kompetenz-Zentrum zu Verfügung zu stehen.