Die Osteoporose (OPO) ist eine das gesamte Knochenskelett betreffende Erkrankung, die durch eine unzureichende Knochenfestigkeit charakterisiert ist und zu einem erhöhten Risiko von Knochenbrüchen führt. Die Knochenfestigkeit spiegelt dabei primär das Zusammenwirken von Knochendichte und Knochenqualität wider.
Nach der WHO ist die OPO definiert durch einen Knochendichte-Messwert (mit einer bestimmten Messmethode - DXA), der um mehr als 2,5 Standardabweichungen unter dem Mittelwert junger, gesunder Erwachsener liegt (DXA T-Wert < -2,5). Eine weniger stark erniedrigte Knochendichte (DXA T-Wert -1.1 bis -2,5) wird als Osteopenie bezeichnet. Sind bereits eine oder mehrere Frakturen als Folge der OPO aufgetreten, spricht man von einer manifesten Osteoporose.
Die Häufigkeit einer Osteoporose nimmt bei Frauen nach den Wechseljahren zu und betrifft ca. 20% der Frauen. Für Männer ist die Häufigkeit einer OPO nicht genau bekannt, aber deutlich niedriger. Die mit einer OPO assoziierten Knochenbrüche (Frakturen) nehmen mit steigendem Alter ebenfalls zu.
Klinische Symptome der Osteoporose, die Frakturereignissen vorausgehen, sind nicht bekannt. Osteoporose-assoziierte Frakturen führen zu einer deutlichen Einschränkung der Lebensqualität. Insbesondere hüftgelenksnahe Frakturen bei älteren Menschen können zum Verlust der Selbstständigkeit und dauerhafter Pflegebedürftigkeit führen.
Mit jährlich etwa 2,5 bis 3 Mrd. Euro an direkten und indirekten Krankheitskosten in Deutschland hat die Osteoporose auch ein großes volkswirtschaftliches Gewicht. Deshalb wurde sie von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) auf die Liste der zehn wichtigsten Erkrankungen gesetzt.