Oberschwabenklinik
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Nebennieren (Glandulae adrenales bzw. suprarenales)

Eine Nebenniere wiegt beim Menschen etwa 5 bis 15 Gramm und ist ca. 3 x 1,5 cm groß. Die Nebennieren befinden sich beim Menschen beidseitig auf den oberen Polen der Nieren – daher der Name „Nebennieren“, obwohl sie mit den Nieren nichts zu tun haben. Die Nebennieren bestehen aus Mark und einer Rinde. In der das Mark umgebenden Nebennierenrinde (NNR/Cortex) werden lebenswichtige Hormone gebildet:

  • Cortisol (Glukokortikode) unter Regulation durch die Hypophyse
  • Aldosteron (Mineralokorticoide) regelt die Konzentration von Natrium, Kalium und den Blutdruck
  • Androgene bzw. Hormonvorstufen wie DHEA

Im Nebennierenmark werden v.a. Adrenalin und Noradrenalin gebildet – sogenannte Stresshormone bzw. stark blutdrucksteigernde und die Gefäße zusammenziehende Hormone.

Erkrankungen der Nebennieren (oder der übergeordneten Hirnanhangsdrüse) können viele verschiedene Krankheitsbilder verursachen:

  • Unterfunktion der Nebennieren (NNR-Insuffizienz z.B. Morbus Addison): Hormonmangel der zu Schwäche und Leistungsverlust führt und bei hochgradigem Mangel lebensgefährlich ist.
  • Überproduktion von Aldosteron durch ein Adenom oder eine Hyperplasie führt zum Hyperaldosteronismus (Conn-Syndrom) mit erhöhtem Blutdruck und erniedrigtem Kaliumblutspiegel.
  • Eine vermehrte Bildung von Cortisol (Hypercortisolimus bzw. Cushing-Syndrom) führt u.a. zu Bluthochdruck, Diabetes, Stammfettsucht, Hautveränderungen und Knochen- und Muskelabbau. Ursächlich kann ein Tumor der NNR sein, häufiger noch eine Erkrankung der Hypophyse – auch die längere und höher dosierte Einnahme von „Cortison“-präparaten führt zu entsprechenden Nebenwirkungen.
  • Durch einen Tumor des Nebennierenmarks (Phäochromozytom) kann neben anderen Symptomen v.a. ein ausgeprägter Bluthochdruck entstehen, der teilweise anfallsartig auftritt – hypertensive Krisen.